Kriminalromane mit Tiefgang
Buchgeschenke von Langener Autorin an die Stadtbücherei

Krimis sind ein besonders beliebtes Romangenre. Auch die Langenerin Heike Marthe liest sie gerne, aber sie verfasst auch Geschichten selbst. Darum lag es für sie nahe, einmal einen Kriminalroman zu schreiben. „Ich lese und schreibe sie besonders gerne, weil es in dieser Gattung am Anfang ein Rätsel gibt, das es zu lösen gilt und so etwas liebe ich“, sagt die in Stralsund geborene Mathematikerin, die als Lehrerin an einer Gesamtschule arbeitet. Schon seit 2013 schreibt Heike Marthe Romane und Anfang 2024 erfüllte sie sich dann einen großen Traum: Sie veröffentlichte ihr erstes Buch. Ende letzten Jahres erschien auch gleich das zweite.
„An beiden Büchern habe ich gleichzeitig gearbeitet, insgesamt sechs Jahre lang“, berichtet die Autorin über den Schreibprozess. Damit auch in ihrer Wahlheimat ihre Bücher einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind, hat Heike Marthe jetzt der Langener Stadtbücherei beide Romane geschenkt. Der erste Band trägt den Titel „Schattenzeiten“. Darin hat die erwachsene Marie wegen verdrängter Familienkonflikten den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen. Doch dann verschwindet die Mutter von einem Tag auf den anderen spurlos und Marie muss sich den Fragen des ermittelnden Hauptkommissars Nikolaios Tsantidis von der Kripo Darmstadt stellen. Nachdem sogar Marie Opfer eines Anschlags wird und die offenen Fragen immer größer, muss sie die gut gehüteten Familiengeheimisse für die Ermittlungen aufdecken.
In ihrem zweiten Buch mit dem Titel „Die achte Zeugin“ rückt Heike Marthe den Hauptkommissar Nikolaios Tsantidis in den Mittelpunkt der Geschichte. Darin wird der Kripo-Beamte verdächtigt, eine junge Künstlerin ermordet zu haben. Ein Haftbefehl wird gegen ihn erlassen und er muss untertauchen. Nach reiflichen Überlegungen wird Tsantidis klar, dass es eine Verbindung in seiner Vergangenheit zu der Künstlerin geben muss, von der er nichts weiß. Und er setzt alles daran, diese Verbindung zu finden.
Bücher waren für Heike Marthe schon immer der Zugang zu einer besonderen Welt. „In ihnen gibt es alles, was es in der Realität auch gibt. Liebe, Konflikte, Beziehungen, Gutes, Böses, Geburt, Tod, Veränderung“, sagt die Autorin. Und diese Vielschichtigkeit hat sie auch in ihre eigenen Bücher bewusst eingearbeitet. Beide Bände können ab sofort in der Stadtbücherei Langen, Südliche Ringstraße 77, ausgeliehen werden. Die Öffnungszeiten der Stadtbücherei sind: Dienstag, Mittwoch und Freitag 13 Uhr bis 18 Uhr, Donnerstag 10 Uhr bis 15 Uhr und jeden ersten Samstag im Monat von 13 Uhr bis 17 Uhr. Und eventuell trifft man an der Ausleihtheke Heike Marthe sogar persönlich an. Denn sie unterstützt das Team der Stadtbücherei auch als ehrenamtliche Helferin.